Interkulturelle Jugendwohngruppe Merzig


9 Jugendliche


Zielgruppe


Betreut werden Jugendliche unterschiedlichster Herkunftsländer und Kulturkreisen.
Eine besondere Zielgruppe stellen minderjährige unbegleitete Flüchtlinge dar, die zuvor das Clearingverfahren in einer entsprechenden Einrichtung durchlaufen haben.

Die Wohngruppe bietet den Jugendlichen eine sozialpädagogische Wohnform, die ihren Bedürfnissen gerecht wird. In diesem geschützten Rahmen bekommen alle Mitbewohner die Möglichkeit und die Unterstützung sich individuell weiter zu entwickeln.  In dem Milieu der verschiedenen Kulturen stellt die Integration, neben der persönlichen Entwicklung, ein wichtiges Ziel dar.

Jugendliche werden auf Grund folgender gesetzlicher Grundlagen

  • § 27 SGB VIII (Hilfe zur Erziehung) in Verbindung mit
  • § 34 SGB VIII (Heimerziehung, sonstige Betreute Wohnform) oder
  • § 35a SGB VIII (Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche) und
§ 41 SGB VIII (Hilfe für junge Volljährige, Nachbetreuung) unabhängig von Konfessions-, Religions- und Nationalitätszugehörigkeit in die Jugendwohngruppe aufgenommen.


Zielsetzungen

Ziel unserer pädagogischen Arbeit in der Jugendwohngruppe ist es, die Jugendlichen in ihrer Entwicklung entsprechend ihres Alters und ihrer Fähigkeiten adäquat zu fördern.

Die Begleitung ins Erwachsenenleben sowie die Unterstützung, um ein selbstverantwortliches Leben in unserer Gesellschaft führen zu können, stehen im Vordergrund. Der Zielgruppe soll durch qualifiziertes und empathisches Einwirken die Voraussetzungen geschaffen werden, dysfunktionale Verhaltens- und Erlebnisweisen abzubauen, individuelle und systemimmanente Ressourcen freizusetzen.


Aufnahmekriterien

    • Die Bereitschaft des Jugendlichen, für absehbare Zeit in einer pädagogischen Einrichtung leben zu wollen.
    • Ein adäquater somatischer und psychischer Gesamtzustand der Jugendlichen.
    • Die Fähigkeit und Bereitschaft der Jugendlichen, sich auf das alltägliche Zusammenleben innerhalb der Jugendwohngruppe und die damit verbundenen Anforderungen und Bedingungen einzulassen. Dazu zählen unter anderem:
    • der Besuch einer Bildungsmaßnahme (Schule, Lehre o. ä.),
    • die Bereitschaft, gemeinsam persönliche Ziele zu erarbeiten,
    • die Bereitschaft, sich an die bestehenden Hausregeln zu halten.

    Nicht aufgenommen werden:

    • drogenabhängige Jugendliche bei denen eine stofflich gebundene Sucht, (Medikamente, Alkohol und illegale Drogen) vorliegt und
    • Suizidgefährdete, deren psychische Situation einer stationären Behandlung bedarf.
    • Geistig behinderte und
    • pflegebedürftige Jugendliche.

    Räumliche Gegebenheiten

    Die Wohngruppe befindet sich in der Kernstadt Merzig. Sie ist sehr verkehrsgünstig in der Nähe des Merziger Hauptbahnhofs angesiedelt. Die verkehrstechnische Anbindung zur Bundesstraße (B 51) sowie zur Autobahn (A 8) ist ebenfalls ausgesprochen günstig.

    Die Wohngruppe hat 345m² Wohnfläche. Im Erdgeschoss befinden sich auf 121m² die Küche, der Essbereich, Gemeinschaftsräume, ein Büro/Personalraum und Toiletten. Das erste und das zweite Obergeschoss sind von der Aufteilung nahezu identisch. Hier verteilen sich auf jeweils 112m² 5 Einzelzimmer, ein Betreuerzimmer, ein Bad und eine Toilette.

    Die Lage des Hauses bietet ausreichenden Schutz und Rückzugsmöglichkeiten und dennoch in sozialräumlich gewachsenen Strukturen eingebunden.

    Die Wohngruppe bietet 8 Plätze und ist durchgängig besetzt. Jedem Jugendlichen steht ein Einzelzimmer zur Verfügung stehen.


    Leistungsprofil

    Unseren Jugendlichen bieten wir eine strukturierte, realitätsbezogene Lern- und Lebenswelt an. Im täglichen Zusammenleben und im Austausch mit der ”Außenwelt” sollen jene Lernprozesse stattfinden, die wir im Rahmen der Aufenthaltsphasen bzw. individuellen Erziehungsziele anstreben.

    Das Hilfeplangespräch, unter Einbeziehung aller Beteiligten, ist ein wichtiger Baustein. Dort werden, wie als beständiger und stetiger Prozess in dem gesamten Hilfeverlauf die Umsetzung der Ziele überprüft und ggf. neu definiert.

    Um allgemeine, spezielle und individuelle Ziele zu erreichen werden verschiedene pädagogische Mittel eingesetzt. Besonders wichtig ist es uns dabei, die Jugendlichen in allen wichtigen Entscheidungsprozessen einzubeziehen.


    Wohngruppe als soziales Lernfeld

    Die Wohngruppe bietet für die Jugendlichen ein soziales Lernfeld in vielen Bereichen ihres Lebens. Die Beziehung zur ganzen Gruppe, zu den einzelnen Jugendlichen und Betreuern, der Umgang mit dem gemeinsamen Wohnraum sowie die alltäglichen Freiheiten und Pflichten bieten den Jugendlichen eine stabilisierende Struktur.

    Das tägliche Miteinander beinhaltet viele Reibungspunkte, die Auseinandersetzungen mit sich selbst und anderen erforderlich machen. Die dadurch verursachten Konflikte sind Übungsfelder um die Akzeptanz des Gegenübers zu erlernen.

    Dazu gehören:

    • das Einsetzen der eigenen Stärken und Fähigkeiten,
    • die Motivation, in einer Gemeinschaft zu leben,
    • das Einhalten der Hausregeln,
    • das Einhalten einer Tagesstruktur,
    • das Beitragen zur Gruppenatmosphäre,
    • die Art der persönlichen Beteiligung am Gruppenleben,
    • die Beteiligung an der gemeinsamen Freizeitgestaltung,
    • die persönliche Eingehensweise von Beziehungen,
    • die Umgehensweise mit Gewalt-/Suchtpotential,
    • die Auseinandersetzungsfähigkeit bei Konflikten.



    Erlebnispädagogisches Arbeiten

    In unserer pädagogischen Arbeit in den Wohngruppen nutzen wir diese besonderen Stärken der Erlebnispädagogik um den Jugendlichen neue Erfahrungshorizonte zu ermöglichen, sie zu aktivieren, ihr Selbstbewusstsein und ihr Vertrauen in sich und ihre Fähigkeiten zu stärken.

    Die Methoden und deren Durchführung sind in unserer ausführlichen Konzeption zu unserem Erlebnispädagogischen Arbeiten  beschrieben.


    Arbeit mit Jugendämtern

    Neben der täglichen pädagogischen Arbeit ist die Zusammenarbeit mit und der regelmäßige Kontakt zum Jugendamt ein wichtiger Bestandteil der Arbeit in der pädagogischen Jugendwohngruppe.


    Schule, Berufsfindung, Ausbildung

    Die schulische Betreuung der Jugendlichen nimmt in unserer Einrichtung einen hohen Stellenwert ein. Ziel ist das Erreichen des bestmöglichen Schulabschlusses eines jeden Einzelnen, der eine wichtige Basis für ein späteres Bestehen in der Lebens- und Arbeitswelt ist.

    Zu diesem Zweck wird eine möglichst enge und für beide Seiten transparente Zusammenarbeit zwischen unseren Wohngruppen und Schule/Ausbildungsstelle bzw. Bezugspädagogen und Klassenlehrer sowie Ausbilder angestrebt.

    Konkret werden die Jugendlichen begleitet und unterstützt durch Hausaufgabenbetreuung sowie bei der Berufsfindung durch gemeinsame Termine bei der Berufsberatung, Unterstützung bei der Ausbildungs-/Praktikumssuche bzw. bei der Bewerbungserstellung. Eine enge Kooperation mit den jeweiligen Schulen, Betrieben ist dabei unabdingbar.


    Kontakt:

       

    Fachbereichsleitung

    Herr Jakobs
    Schankstraße 15
    66663 Merzig

    Tel.: 0 68 61 - 93 92 351
    Fax: 0 68 61 - 93 92 344
    Mobil: 0151-74342684
    E-Mail: a.jakobs@swsm-merzig.de

     

    Interkulturelle Jugendwohngruppe

    Saarbrücker Allee 5
    66663 Merzig

    Tel.: 0 68 61 - 8 39 07 32
    Fax: 0 68 61 - 8 39 07 33
    E-Mail: jwg-merzig@swsm-merzig.de



 

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